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| Gästebuch | (3 Einträge zum Thema Kolumbien 2001) |
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|  | | Thema : | | Eintrag : 26 |  | | Autor : | Manuela schrieb am 07.06.2009 um 1816 Uhr: |  | | Eintrag : | Hola, eure Reiseberichte machen Reiselust!! Ich möchte allein als Frau nach Kolumbien und würde auch gern einige Wandertouren machen durch den Nationalpark. Gibt es kleine Gruppen denen man sich anschliessen kann vor Ort? Wie sind die Einheimischen? Ich war noch nie in Südamerika und habe ein wenig Muffesausen - ich spreche aber ganz gut spanisch und glaube dass ich gut zurechtkommen werde. Würdet ihr mir ein anderes Land zum Einstieg als Alleinreisende empfehlen? Ich dachte auch schon an Peru....
Ich würde mich über einen Rat von Euch sehr freuen!! Sonnige Grüsse aus Spanien, Manuela | | Antwort : | Hola Manuela,
wenn Du durch die Sierra Nevada wandern möchtest, dann reise am besten zuerst nach Santa Marta ganz im Norden von Kolumbien. Dort gibt es ein kleines Hotel - das "Miramar" - wo sich Rucksacktouristen aus aller Welt treffen. Hier kannst Du relativ einfach andere Interessenten für eine solche Tour finden und mit lokalen Führern Kontakt aufnehmen.
Für mich persönlich ist Kolumbien eines der tollsten Reiseziele, die ich bisher besucht habe. Allerdings ist es in der Tat nicht ganz ungefährlich - und als „Einstiegsland“ für Südamerika würde ich Dir eher Ecuador oder Peru empfehlen. Dass Du Spanisch sprichst ist natürlich ein unschätzbarer Vorteil !
Was die Einheimischen betrifft, so kann ich nichts Negatives über sie berichten. Wenn man als Fremder freundlich und zurückhaltend auftritt wird man fast überall gastfreundlich aufgenommen.
Ein großes Problem in Kolumbien ist nach wie vor die unsichere politische Lage. Guerilla bzw. Paramilitärs kontrollieren weite Teile des Landes - u.a. auch die Sierra Nevada de Santa Marta. Ich persönlich habe nie wirklich Probleme mit diesen Gruppierungen bekommen. Trotzdem würde ich Dir dringend empfehlen: Wenn Du eine Tour in dieses wirklich wunderschöne Gebiet unternehmen möchtest, dann nimm unbedingt einen Führer der über die aktuelle Lage vor Ort wirklich bescheid weiß und zudem gute Kontakte zu den das Gebiet kontrollierenden Kräften hat !
Auf jeden Fall wünsche ich Dir eine tolle Zeit in Südamerika ! Dieser Kontinent ist mehr als nur eine Reise wert ... ;o)
Viele Grüße - derzeit aus dem sonnigen Libanon - Heiko |  | | |
|  | | Thema : | | Eintrag : 16 |  | | Autor : | Anja Winkler schrieb am 27.02.2008 um 1314 Uhr: |  | | Eintrag : | Hallo Heiko,
eben bin ich durch Zufall auf deinen Bericht gestoßen. Es hat mich in Erinnerung schwelgen lassen, denn selber bin ich 1998 die 2000 Stufen zur Verlorenen Stadt und die Tour durch die Sierra Nevada de Santa Marta gegangen. Es war für mich damals so überwältigend. Auch ich habe im Miramar übernachtet und auf deinen Fotos erkenne ich Gesichter und Gebiete wieder. Ich hatte damals das Glück, keinen Regen zu haben aber die Schwüle und hohe Luftfeuchtigkeit kam mir sehr bekannt vor. Für mich war es damals meine Erste Tour in tropische Gefilde und ich habe lange davon gezehrt.Viele Grüße aus Dresden |  | | |
|  | | Thema : | | Eintrag : 15 |  | | Autor : | Raimund Moll schrieb am 28.01.2008 um 2011 Uhr: |  | | Eintrag : | Mein Traum als Bergsteiger ist es, die hoechsten Gipfel der 7 Andenstaaten zu besteigen. Ich habe schon 5 geschafft: Ojos del Salado, Chimborasso, Huascaran, Sajama, Pico Bolivar in Venezuela. Frage: Koennt ihr mir Tipps fuer die Besteigung des hoechsten Berges Kolumbiens geben (Routenbeschreibung, Sicherheit vor der FARC, Kogi-Indianer,...)?
MfG
Raimund | | Antwort : | Hallo Raimund, ich denke mal, mit dem höchsten Berg Kolumbiens meinst Du entweder den "Pico Simón Bolívar" oder den "Pico Cristóbal Colón". Beide sind 5775 m hoch und liegen in der "Sierra Nevada de Santa Marta" im Norden Kolumbiens. Meine letzte Reise in dieses Gebiet liegt inzwischen mehr als 6 Jahre zurück - die Informationen, die ich Dir geben kann, sind also nicht gerade aktuell. Passables Kartenmaterial gibt es meines Wissens nur beim "Militärgeographischen Institut" in Bogota. Ein guter Ausgangspunkt für eine Tour in die Sierra ist die Stadt Santa Marta. Dort (im Stadtzentrum) gibt es ein kleines Hotel - das "Miramar" - wo sich im Allgemeinen die wenigen Rucksacktouristen, die es in diese Gegend verschlägt, treffen. Im "Miramar" kannst du nach einem Guide fragen (aber ich weiß nicht, ob derzeit Touren zu einem der beiden Berge angeboten werden). Wie die aktuelle Sicherheitslage ist, kannst Du (halbwegs) zuverlässig auch nur dort erfahren. Bei meinem letzten Besuch in der Sierra wurde das Gebiet von der AUC (= rechtsgerichtete Paramilitärs, "Todesschwadron") kontrolliert. Prinzipiell solltest Du eine Tour nur mit einem ortskundigen Führer mit "guten Beziehungen" zur jeweils das Zielgebiet beherrschenden Gruppierung antreten. Was die Kogis betrifft - einige Hütten oder auch ein Dorf wirst Du mit Sicherheit auf dem Weg durch die Sierra finden - das ist nicht allzu schwer. Glück brauchst Du allerdings, um die Kogis selbst zu Gesicht zu bekommen. Aus gutem Grund sind diese Indianer äußerst scheu.
Grüße aus Erfurt, Heiko |  |
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